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Übersicht: Mensa-Verwaltung

Abrechnung und Verwaltung einer (Schul-) Mensa oder Kantine

Beschreibung und wer benötigt diese Anwendung?

Mit dieser Software verwalten Sie alle Informationen zu Teilnehmern einer (Schul-) Mensa und deren Bestellungen. Aber auch in Kantinen anderer Bereiche kann dieses Abrechnungs-System verwendet werden. Über die im Produkt enthaltene, externe Stations-Software wird die Ausgabe von vorbestellten Mahlzeiten automatisiert.

Vorweg gesagt, dieses System ist keine Kassen-Lösung! Diese Anwendung soll einzelne Zahlungs-Vorgänge mit Bargeld vermeiden und unterstützt somit keine angeschlossenen Kassen-Schubladen, noch enthält die Software ein Modul zur Einbindung optionaler, externer Kassen (zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Handbuches).

Diese Software ist für Bereiche gedacht, wo aus finanziellen Gründen eigentlich keine Mensa betrieben werden kann. Durch Abbuchungen sowohl auf Listen vor Ort, als auch später bei Lastschriften muss keine Bargeld-Kasse geführt werden. Eine Abrechnung kann einmal pro Zeitraum mit minimalen personellen Aufwand durchgeführt werden.

Die Aufgabe dieses Systems wird am besten so beschrieben: Durch die bargeldlose und automatisierte Ausgabe von vorbestellten Essen mit Hilfe von Medien mit internen Ident-Nummern (Chipkarten, Transponder) kann in kürzester Zeit eine große Anzahl von ca. drei Stamm-Essen ausgegeben werden. Die Essen werden vorbestellt und die Beträge per Lastschrift eingezogen. Dieser Ablauf beschreibt sehr gut die Anforderungen an eine Schulmensa. Ein fester Kreis von Teilnehmern, vielleicht sogar zur Teilnahme am Essen verpflichtet, soll möglichst schnell, ohne größeren Verwaltungs-Aufwand täglich ein Essen erhalten. Durch die bargeldlose Abrechnung und die schnelle Ausgabe kann eine solche Mensa auch ohne großen Personal-Aufwand betrieben werden.

Wie kann dieses Ziel erreicht werden? Zuerst darf kein Wechsel von Bargeld an der Ausgabe das Ausgabe-Personal von der eigentlichen Aufgabe abhalten, nämlich der Ausgabe von Essen. Weiterhin muss im voraus feststehen, was ein Teilnehmer an einem bestimmten Tag essen möchte. Dieses beeinflusst die Vorrats-Haltung des Lagers, die Bestellungen und Preis-Verhandlungen im Einkauf werden vereinfacht. Auch die Ausgabe wird beschleunigt, da ein Teilnehmer sich nicht mehr kurz vor der Ausgabe für eine Mahlzeit entscheiden muss.

Durch die Identifizierung eines Teilnehmers über Chipkarten oder Transponder entfallen Verzögerungen bei der Essens-Ausgabe durch manuelle Such-Vorgänge am PC. Das Personal muss nicht ständig zwischen „Tastatur und Teller" wechseln. Durch die zusätzliche, optionale Sound-Ausgabe an der Station muss das Personal noch nicht einmal ständig den Ausgabe-Monitor im Auge behalten! Ein Kunde hält einen Transponder vor das Lesegerät einer Station, das bestellte Essen wird angezeigt und angesagt. Der Teilnehmer erhält sein Essen vom Ausgabe-Personal und der gesamte Vorgang ist schon abgeschossen, in kürzester Zeit. Zusätzlich können Nachschläge und Mehrfach-Bestellungen über die Stations-Software abgebucht werden.

Auch wird die Verwaltung einer Mensa stark erleichtert, da von der täglichen Abrechnung (Bargeld-Mensa) einfach auf die einmalige Abrechnung pro Zeitraum umgestellt werden kann. Der einmalige Rechnungs-Lauf pro Zeitraum ist in kürzester Zeit durchgeführt und erfolgt mit geringen Aufwand bargeldlos durch Einzug von Lastschriften. Das Zählen der Bestellungen und die Erstellung der Gutschriften erfolgt voll automatisiert. Optional können aber auch Rechnungen ausgestellt werden, diese erfordern aber höheren Aufwand bei der Kontrolle eines Zeitraumes. Ein Zeitraum kann variabel und beliebig angepasst werden, so wie es Ferienzeiten und Feiertage vorgeben.

Wie stellt sich der Ablauf dar?

Nach der Festlegung des Zeitraumes (ideal ca. 20 Tage) wird ein Speiseplan erstellt für diese Tage. Diese Anwendung ist optimiert auf drei Arten von Essen, z.B. Stamm-Essen, Vegetarisch und Salat. Dieser Speise-Plan wird in der Mittel bis zum Ende des vorherigen Zeitraumes an die Teilnehmer verteilt (z.B. bei der Abholung der Essen). Die Menüs oder die Zutaten müssen also zumindest einige Tage vor der Ausgabe bestellt werden. Der Speise-Plan kann ein selbst erstelltes MS-Word- oder MS-Excel-Formular mit Ihren Menüs sein oder der Speise-Plan Ihres Menü-Lieferanten.

Durch eine spezielle Eingabe-Maske (nur für Eingaben über die Maus) wird die Übertragung der Bestell-Information vom Bestellzettel in die Verwaltungs-Software durchgeführt. Bei verpflichteten oder regelmäßig teilnehmenden Personen wird bei Erstellung eines neuen Zeitraumes automatisch eine Bestellung mit Stamm-Essen 1 an jedem Tag angelegt. Über die Eingabe-Maske übertragen Sie dann nur noch die Abweichungen vom Stamm-Essen oder Absagen.

Für die Teilnehmer ohne gesetzte Marke - Regelmäßig - wird erst eine Bestellung bei Abgabe/Eingabe des Bestellzettels angelegt. Für regelmäßige Teilnehmer werden also immer Essen bereitgestellt, egal ob diese eine Bestellung abgegeben haben oder nicht. Durch regelmäßige Teilnehmer entsteht auch ein geringerer Arbeitsaufwand. Betreiben Sie eine Schulmensa, dann versuchen Sie mit dem Leiter der Schule eine allgemein gültige Regelung auszuhandeln, um so eine verpflichtende Teilnahme von Schülern (zumindest einiger Jahrgänge) am Mittags-Tisch zu erreichen. Bei allen anderen Teilnehmern könnten Sie vielleicht eine Lösung direkt mit dem Teilnehmer absprechen. Das Ziel sollte sein, die Mensa mit einem großen Anteil von regelmäßig teilnehmenden Personen zu betreiben. Optionale Abmeldungen oder Teil-Bestellungen am Anfang eines Zeitraumes verursachen weniger Zeitaufwand bei der Verwaltung als kurzfristige Bestellungen und Absagen.

Durch Verzögerungen beim Eingang von Bestellungen sollte ein Rechnungslauf auch erst in der Mitte eines Zeitraumes oder nach ein paar Ausgabe-Tagen nach Start des Zeitraumes erfolgen. Nach einigen Tagen oder in der Mitte des Zeitraumes wird ein erster Rechnungs-Lauf gestartet, dabei werden die Essen gezählt, die Essen mit Absagen gelöscht und die Beträge ermittelt. Diese Beträge werden mit der Kunden-Nr. als Lastschrift in eine DTAUS-Datei (optional Diskette) gespeichert, bei der Haus-Bank abgegeben oder Online übermittelt und gebucht. Am Ende eines Zeitraumes wird noch einmal gezählt, hierbei werden nun die Absagen nach dem Rechnungslauf gesammelt und als Gutschrift für den nächsten Zeitraum festgehalten. Erst nach Abschluss des vorherigen Zeitraumes kann ein Rechnungslauf des folgenden Zeitraumes gestartet werden.

Durch diesen Ablauf wird also die Lagerhaltung vereinfacht und vermindert, die Zahl nicht abgenommener Essen optimiert und die Verwaltung durch die Reduzierung auf einen Rechnungs-Lauf pro Zeitraum stark erleichtert. Durch den bargeldlosen Zahlungsverkehr kann auch der zusätzliche Aufwand des täglichen Kassierens und Abrechnens vermieden werden. Durch den Einsatz eines Ident-Systems kann auch eine hohe Zahl von Essens-Ausgaben im Stoß-Betrieb realisiert werden.

Abmeldungen, bei denen ein Essen storniert werden kann (wegen Krankheit usw.), sollten nur bis zu einem frühen Zeitpunkt möglich sein. Denkbar bis 9 oder 10 Uhr des gleichen Tages. Abgemeldete Essen werden durch eine Gutschrift im folgenden Zeitraum erstattet, alle anderen nicht geholten Essen verfallen und werden trotzdem abgerechnet. Die Transponder und Chipkarten werden nur zur Identifizierung von Teilnehmern benötigt und enthalten keine Abrechnungs- und Bestell-Daten. Da die Essen am gleichen Tag bereit gehalten werden, müssen auch vorbestellte, aber nicht abgeholte Essen abgerechnet werden. Nur bei einer rechtzeitigen Abmeldung können daher Gutschriften erfolgen.

Was wird benötigt?

In der Minimal-Konfiguration benötigen Sie einen PC mit Monitor, Maus, Tastatur und optional Lautsprecher. Weiterhin wird die Verwaltungs-Software zur Eingabe der Bestellungen und Abwicklung der Abrechnungen benötigt. Die Stations-Software wird auf einem PC an der Ausgabe mit einem Eingabe-Gerät benötigt. Mit dem Eingabe-Gerät, ein Chipkarten-Leser oder Transponder-Empfänger, wird die Identität des Teilnehmers feststellt. Es wird sofort das bestellte Menü angezeigt und eine langwierige Suche nach den Teilnehmer-Daten kann entfallen. Über die Tastatur der Station können Essen über den Namen des Teilnehmers gesucht werden, wenn diese Ihren Chip einmal vergessen haben.

Bei einer Neuinstallation dieser Lösung sollten Sie unbedingt die wartungsfreie, berührungslose Transponder-Technik zur Ident-Feststellung des Teilnehmers einsetzen. Besonders in Schul-Mensen werden die Chipkarten und die zugehörigen Lesegeräte verschmutzt, die Kontakte korrodieren und nutzen ab. Auch werden häufig Chipkarten zerbrochen, geknickt ... Die Transponder-Empfänger können auch hinter Glasscheiben angebracht werden und so sind auch diese vor Zerstörung und Abnutzung geschützt.

Verzichten Sie nicht auf die schnelle Ident-Feststellung über Chips, eine Essens-Ausgabe über die PC-Tastatur dauert zu lange und hält das Ausgabe-Personal von der Arbeit ab. An mindestens einer Station sollte aber eine Tastatur bereitgehalten werden, es soll doch Teilnehmer geben die manchmal ihre Chipkarten oder Transponder vergessen (ca.10..20%). Die zusätzlichen Kosten für die Medien werden durch ein Pfand durch die Teilnehmer abgefangen. Teilnehmer ohne Medien zur Ident und Bestell-Erfassung sollten nicht zugelassen werden, da diese den Ablauf der Ausgabe stark behindern und den Haupt-Vorteil dieser Lösung aufheben.

Direkt an der Ausgabe wird ein Monitor, ein Chipkarten-Leser und/oder ein Transponder-Empfänger und eine Eingabe-Tastatur mit Maus benötigt. In einem Netzwerk mit mehreren Stationen muss Tastatur und Maus aber nur an einer Station vorhanden sein (der Ausgabe für Vergessliche). Liegen der Verwaltungs-Raum und die Ausgabe dicht neben einander, dann könnten ein PC mit Umschalter und Leitungs-Verstärker je nach Anforderung als Verwaltungs- oder Ausgabe-Station dienen. Ohne großen Aufwand kann auch ein Dual-Monitor-Betrieb eingesetzt werden, an einen PC können zwei Ausgabe-Stationen angeschlossen werden. Heutige Grafik-Karten enthalten meistens zwei Ausgänge. Über einen Umschalter können auch noch weitere Monitore angeschlossen werden.

Die Chipkarten-Leser arbeiten nur bis zu 5m Entfernung (serielle Schnittstelle und USB), die Transponder-Empfänger erlauben eine maximale Kabellänge von 15m (Serielle Schnittstelle). Durch das einfachere Protokoll, die geringe Datenmenge arbeiten die Transponder-Empfänger zuverlässiger im Einzel-Betrieb und auch zu mehreren an einem PC.

Wichtige Tipps

Sorgen Sie möglichst für eine gleichmäßige Auslastung der Mensa. In einer Mensa einer Gesamtschule sollten z.B. die vierten und fünften Klassen zur Teilnahme am Mittagessen verpflichtet werden, sprechen Sie mit den Verantwortlichen und dem Rektor der Schule. Nur bei möglichst vielen regelmäßigen erscheinenden Teilnehmern erleichtert der vereinfachte Bestell-Vorgang die Arbeit und sichert die Auslastung der Küche.

Wichtigste Highlights:

  • Berührungslose Transponder-Technik
  • Optionale Chipkarten-Abbuchung
  • Neu: Pfand-Verwaltung der Chips
  • Trennung in Verwaltungs- und Stations-Software
  • Übersichtliche Software an Ausgabestationen
  • Bargeldloser Ablauf durch Gut- und Lastschriften
  • Vollautomatische Erstellung von Abrechnungen
  • Abbuchung über Lastschriftverfahren (DTAUS)
  • Variable Zeiträume und Bestell-Tage
  • Tageslisten erleichtern die Planung
  • Zahlreiche Listen erhalten den Überblick
  • Neu: Rechnungsdruck im PDF-Format
  • Neu: Karteireiter mit Forderungen
  • Neu: Karteireiter mit Einträgen der DTAUS-Datei
  • Umfangreiche Wartungs- und Sicherungs-Optionen
  • Netzwerkfähige MS-Access 2000 Datenbank
  • Importfunktion aus anderen Datenbanken

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Stand: 22. Februar 2011

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