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Was Sie niemals (mit Replikaten) tun dürfen

Auch wenn Sie noch keine Informationen zu Konzepten zur Replikation gelesen haben, sollten Sie unbedingt die folgenden Hinweise befolgen. Fehler bei der Handhabung von Replikaten kann die gesamte Replikat-Gruppe beeinträchtigen. Daher erhalten Sie schon hier die Hinweise:

  • Kopieren Sie die Datenbanken niemals auf herkömmliche Weise (Windows-Explorer, mit dem MS-DOS-Copy-Befehl usw.)
  • Tauschen Sie niemals Datenbanken über externe Medien aus (z.B. Kopieren, E-Mail) und fügen diese in die Installation ein.
  • Bearbeiten, verschieben und verwalten Sie Replikate nur über die Software Synchronizer 4.0 oder Replikations-Manager 4.0 Ihres Windows-Desktop oder der Oberfläche meiner Anwendungen. Bearbeiten Sie niemals Replikate über den Windows-Explorer.
  • Löschen Sie replizierte Datenbanken nur über die Funktionen des Synchronizers, sonst werden die verwaisten Einträge intern in allen Replikaten weiter verwaltet ohne diese löschen zu können.
  • Werfen Sie defekte Datenbanken weg, löschen Sie diese über die Funktionen des Synchronizers. Erstellen Sie dann besser ein neues Replikat über den Synchronizer. Sie gehen sonst das Risiko ein, Fehler Ihrer Datenbank in der gesamten Replikat-Gruppe zu verbreiten.
  • Benennen Sie eine an der Replikation teilnehmende Station niemals um (Netzwerk-Name des PCs unter System, Netzwerk-Identifikation), andernfalls entstehen verwaiste Replikate und Synchronizer. Ein Austausch wird nicht mehr zustande kommen.
  • Ihre Sicherung ist die Replikation, stellen Sie keine Sicherungen von Replikaten wieder her (Restore). Ein Restore und eine anschließende Synchronisation eines veralteten Replikats kann Ihre gesamte Replikat-Gruppe zerstören, zumindest stören).
  • Eine (normale) Sicherung eines Replikats kann nur für den Import von Daten in ein aktuelles Replikat verwendet werden, aber niemals wieder direkt verwendet werden. Dies gilt für Backups über Befehle Copy des Betriebs-Systems, Band-Sicherungen, CD-Kopien und Image-Backups ganzer PCs.
  • Die Sicherungs-Funktion der Anwendung erzeugt ein neues Replikat (anstatt einer einfachen Kopie). Wurden an anderen Stationen Daten gelöscht, hilft dieses Sicherungs-Replikat nicht weiter. Bei einem manuellen Austausch werden auch hier die Daten gelöscht. Die fehlenden Daten können auch hier nur importiert werden!
  • Öffnen Sie nie replizierte Datenbanken (z.B. über MS-Access) an einem anderen Ort oder Ordner, auch wenn diese wieder an den ursprünglichen Ort zurück gebracht oder kopiert wird. Öffnen von Replikat-Datenbanken an einem anderen Ort ändert sofort deren interne Kennung, die Replikat-Gruppe sucht dann vergeblich (bis in alle Zukunft) nach dem Replikat mit der alten ID. Sie erhalten einen verwaisten Eintrag in den Tabellen aller Replikate.
  • Verwenden Sie für den Austausch der Änderungen einfache Netzwerk-Shares (freigegebene Ordner) ohne weitere Unter-Ordner auf Ihrer Station (Dropboxen für Nachrichten). Jede am Austausch direkt beteiligte Station benötigt Lese- und Schreib-Rechte in diesem freigegebenen Ordner.
  • Eine Synchronisation von zwei Stationen funktioniert nur, wenn von beiden Stationen auf beide Nachrichten-Order mit vollen Rechten zugegriffen werden kann. Sind die Austausch-Ordner nicht erreichbar, funktioniert der Austausch nicht!
  • Entfernen Sie nicht das Synchronizer Symbol aus der Taskleiste von MS-Windows vor oder während eines Austausches von Daten, der Datenaustausch wird damit unterbunden. Dieses Modul verwendet kaum Ressourcen, lassen Sie daher dieses Modul geladen.
  • Werden Stationen ersetzt, dann verschieben Sie die Replikate über Befehle des Synchronizers an andere Stationen. Löschen oder konfigurieren Sie erst dann eine Station um, wenn dort die Datenbank-Replikation entfernt wurde. Löschen Sie nie aktive, verwaltete Replikate oder entfernen Sie nie die komplette Station aus dem Verbund.
  • Verwenden Sie für die Replikat-Gruppe nur Synchronizer mit der gleichen Versions-Nr., installieren Sie also auf allen Stationen nur die gleiche Software-Version.
  • Führen Sie eine Wartung Ihrer lokalen Replikat-Farm durch, bevor Sie einen PC eines Außendienstlers mit dem Firmen-Netzwerk verbinden.
  • Verwenden Sie auf allen Stationen Replikat-Farmen (direkt synchronisierte, lokale Datenbanken), um die gesamte Installation zu stabilisieren.
  • Erstellen und betreiben Sie eine Synchronizer-Dropbox (den Austausch-Ordner) immer nur auf der lokalen Maschine mit dem zugehörigen, aktiven Synchronizer. Erstellen Sie nie alle oder mehrere Austausch-Ordner auf einem zentralen Server. Verbindungs-Abbrüche und zahlreiche, niemals endende Austausch-Aktionen von Daten werden die Folge sein.
  • Es darf nur einen Design-Master in der gesamten Replikat-Gruppe geben.

Kurz zusammen gefasst: Bearbeiten, verschieben, löschen und erzeugen Sie Replikate nur mit der Software Synchronizer, ändern Sie nicht die Speicher- und Austausch-Ordner und den PC-Namen. Werfen Sie beschädigte Replikate weg, führen Sie kein Restore von alten Replikaten durch. Es darf nur ein Master-Replikat an einem sicheren Ort geben. Tauschen Sie die Daten nur über ein Netzwerk mit Hilfe der indirekten Synchronisation des Synchronizers aus. Oder führen Sie notfalls direkte Synchronisationen per VBA-Programmierung in STABILEN Netzwerken durch. Ansonsten gibt keine anderen, sicheren Möglichkeiten des Daten-Austausches über die MS-Jet Replikation!

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch Hinweise zu den häufigsten Fehlerursachen bei der Arbeit mit Datenbank-Replikation mitgeben. Diese Hinweise gelten für alle Arten der Synchronisation, ob mit oder ohne Synchronizer.

Wenn Datenbank-Replikate nicht mehr synchronisieren, dann kann es zwei Gründe dafür geben:

  1. Ein Datensatz oder die Tabelle ist gesperrt durch den Zugriff eines Benutzers
  2. Die LDB-Datei im gleichen Ordner ist defekt und blockiert so den Austausch

Zur Behebung beenden Sie alle Datenbank-Anwendungen, kein Benutzer darf mehr auf das Replikat zugreifen. Die LDB-Datei sollte nun automatisch verschwinden. Ist das nicht der Fall, dann löschen Sie diese LDB-Datei (*.LDB). Eine LDB-Datei enthält Informationen über Datensatz-Sperrungen der jeweils zugreifenden Benutzer. Nun sollte der Austausch wieder funktionieren.

Sie haben häufig Probleme mit defekten Replikaten und kennen die Ursache nicht? In den meisten Fällen ist ein Memo-Feld die Ursache, neben direkten Synchronisationen in instabilen Netzwerken. Memo-Felder enthalten beliebig lange Texte. Daher sind diese Feld-Informationen nicht direkt im zugehörigen Datensatz gespeichert, sondern ein Zeiger verweist zu dem Text in anderen Bereichen. Bei der MS-Jet Replikation scheint dieser Bereich sehr empfindlich zu sein.

Achten Sie daher bei der Programmierung einer Anwendung darauf, folgendes Problem zu vermeiden:

Ihre Tabelle enthält besagtes Memo-Feld. Zeigen Sie dieses Memo-Feld in einem gebundenen MS-Access Formular an und bearbeiten, verändern und editieren dieses. Dieser Datensatz ist noch nicht gespeichert und gerade in diesem Moment wird eine Synchronisation gestartet. Dann wird häufig der Zeiger auf den Textbereich des Memo-Feldes beschädigt.

Vermeiden Sie diesen Fehler durch die Verwendung einer ungebundenen Textbox und aktualisieren Sie die Datenbank über die Ereignisse OnCurrent oder AfterUpdate. Oder stellen Sie sicher, dass während der Arbeit keine Synchronisation gestartet wird. In meinen Anwendungen wird mit nicht verwalteten Datenbanken unterhalb einer Replikat-Farm gearbeitet. So kann die Farm jederzeit auch automatisch im Hintergrund über den Synchronizer synchronisiert werden. Das Arbeits-Replikat kann nur über die Startseite meiner Anwendung direkt mit der Farm die Änderungen austauschen.

Haben Sie die Struktur einer Tabelle am Master-Replikat geändert? Dann stellen Sie sicher, dass kein anderer Benutzer bei der Synchronisation mit den Replikaten dieser Gruppe arbeitet. Bei Änderungen an der Struktur benötigt der Synchronizer ein exklusives Zugriffs-Recht auf ein Replikat, um die Änderungen auch durchführen zu können. Achten Sie vor einer Änderung der Struktur auch darauf, noch kurz vorher alle Änderungen auszutauschen und eine Datenbank-Wartung, Reorganisation aller beteiligten Replikate der Gruppe durchzuführen.

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Stand: 22. Februar 2011

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